BOS - Funk

Grundsätzlich wird im BOS - Funk (Behörde oder Organisation mit Sicherheitsaufgabe) das Funken im 4 Meter Band und im 2 Meter Band unterschieden. 2 Meter Funkgeräte, klein, tragbar und über Akku betrieben, werden bei der Freiwilligen Feuerwehr Jettingen in jedem Fahrzeug gelagert. 4 Meter Funkgeräte sind in den Fahrzeugen fest installiert und werden über 24V (Bordnetz) betrieben. Aber auch tragbare 4m Funkgeräte finden immer mehr Anwendung.

4 Meter Band

Abb: Bosch FuG 8b (neue Generation)

Handapparat, Ausführung "schwer"

Im 4 Meter Band finden sich die, meist kreisweiten, Gleichwellenrelaisanlagen. Das landmobile Fahrzeug sendet in der Regel. auf dem Unterband des Frequenzpaares. Der Umsetzer (Relais), der an einer exponierten geographischen Lage steht empfängt das Funksignal und strahlt es im Oberband ohne Zeitverzögerung wieder ab. Alle anderen Funkteilnehmer hören dieses Signal jetzt auf dem Oberband, selbst wenn ein Berg dazwischen einen direkten Funkkontakt unmöglich machen würde, da beide Fz. zu dem Umsetzer quasi  Sichtkontakt haben.
4 Meter Kanäle werden in der Regel aufgezeichnet, so dass hier der Funkkontakt geordnet zugeht (Funkdisziplin).
Direktkontakt gibt es im 4 Meter Band seltener, Ausnahmen sind meist Standkontrollen, Einsatzleitung, usw. Normalerweise finden solche Direktverbindungen aber eher mit 2 Meter Handfunkgeräten statt.
Das 4 Meter Band hat eine Besonderheit: Die Kanäle 376 bis 396 dürfen nur im Oberband und der Kanal 510 nur im Unterband genutzt werden. Der Kanal 444 gilt bundesweit als Not- und Anrufkanal.

2 Meter Band

Abb: Bosch FuG 10 

Feuerwehr interner 2m FunkAbb: KFZ - Eingebautes 2m Funkgerät (Betriebsfunk) von Bosch

Hier sehen Sie ein Funkgerät des Atemschutzträgertrupps

Hier sehen Sie eines unserer Betriebsfunkgeräte

Im 2 Meter Band heißen die Kanäle korrekter weise eigentlich 201 bis 292. Im praktischen Betrieb wird aber die führende 2 weggelassen. An den Handfunkgeräten findet man auch nur die zweistellige Kanalangabe
Zum 2 Meter Band gehören auch noch die Kanäle 101 bis 125, diese dürfen aber ausschließlich für technische Zwecke verwandt werden, zB. für Relaiszubringerstrecken. Diese werden aber nicht mehr neu genehmigt und sollen ins 70 cm Band verlegt werden. Es ist anzunehmen, das diese Frequenzen mittelfristig anderen Diensten zugewiesen werden. Diese Kanäle haben einen Kanalabstand von 20 kHz
Den Rettungsdiensten wurden die Kanäle 25, 27, 34, 39 zugewiesen. Den Feuerwehren wurden die Kanäle 50, 53, 55, 56 zugewiesen. Der bundeseinheitliche Notkanal ist der Kanal 31.
So ist die typische Bequarzung einer Rettungsdiensthandfunke (FuG10) 25, 27, 31, 34, 39 und der Feuerwehr 31, 50, 53, 55, 56. So können beide BOS - Dienste im Notfall am Einsatzort miteinander über den Kanal 31 kommunizieren.
Die Polizei hat meist Mehrkanalhandfunkgeräte mit den Kanälen 1 bis 92 und diese nützen sie auch aus.
Bei Feuerwehr und Rettungsdiensten findet die Kommunikation am Einsatzort im Wechselsprechverkehr (simplex, Unterband) statt.

Auch werden die 2 Meter Kanäle in der Regel nicht aufgezeichnet, der Funkverkehr ist dort also etwas freizügiger.
Die Feuerwehr Jettingen verfügt über zwei 2Meter - Arten, einmal den landkreisweiten 2Meter - Funk (in der Regel Bosch FuG10 Abb. oben), und einmal feuerwehrinternen 2Meter - Funk, in Form des Betriebsfunk. Für den "internen" 2Meter - Funk werden in jedem Fahrzeug zusätzliche Handfunkgeräte mitgeführt, ferner ist in jedem Fahrzeug ein Mobilgerät eingebaut (ausnahmen SW2000, DL und LF 16/TS). Durch diese Technik ist es uns auch möglich gewisse Funkträger gezielt an zu funken, jedes Funkgerät ist mit einem zweistelligen Code versehen z.B. 01 dies ist der 1. Kdt. wird nun der Tonruf für dieses Gerät gesendet, fängt das Funkgerät zu piepen an, und der jenige Funkträger weiß gleich, dass er jetzt gefragt ist, und die anderen Feuerwehrler können ohne auf den Funk achten zu müssen ihre Arbeit fortsetzen.